Monthly Archives: März 2019

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Immobilienvermietung optimiert

WEITERE ANWENDUNG DER KLEINUNTERNEHMERREGELUNG UND STEUERN SPAREN DURCH IMMOBILIENVERÄUSSERUNGEN UNTER EHEGATTEN Im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen läuft der bisherige Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG auf die Gefahr, dass aufgrund des zusätzlichen Umsatzes eine bisherige Kleinunternehmerregelung aufgehoben wird. Da der Umsatz des gesamten Unternehmers und nicht der einzelnen Firma maßgeblich für die Anwendung des §19 UStG ist, wird die Umsatzgrenze in Höhe von 17.500 €/Jahr schnell überstiegen. Zur Verdeutlichung dient folgendes Beispiel: Der bis dato angestellte Architekt Hans Müller vermietet eine Ferienwohnung, der Jahresumsatz beträgt 10.000 € (Gebäude ist bereits voll abgeschrieben und seit über 10 Jahren im Eigentum von Herrn Müller). Da es sich bei dieser Art von Vermietung um eine kurzfristige Beherbergung von Fremden handelt, ist diese Leistung umsatzsteuerpflichtig. Damit Hans Müller keine Umsatzsteuer auf seinen Rechnungen ausweisen muss, um somit einen Preisvorteil gegenüber seiner umsatzpflichtigen Konkurrenz zu haben, wendet er die Kleinunternehmerregelung des §19 UStG an. Zwei Jahre später bekommt Hans Müller die Möglichkeit, das Architekturbüro seines Chefs als Nachfolger zu übernehmen. Das Architekturbüro hat einen Umsatz von 500.000 €/Jahr. Somit würde der umsatzsteuerpflichtige Unternehmer Müller die Umsätze der Kleinunternehmerregelung deutlich übersteigen und auch auf den Rechnungen für die Vermietung [...]

By |2019-04-02T12:18:36+02:0028. März 2019|STEUERGESTALTUNG|

Stipendium und die Steuer

ABSETZBARKEIT VON STUDIENGEBÜHREN TROTZ STIPENDIUM Der 1. Senat des Finanzgerichtes Köln ist der Auffassung, dass Zuschüsse durch ein Stipendium dem allgemeinen Lebensunterhalt dienen und somit die Abzugsfähigkeit von Fortbildungskosten im Rahmen einer Ausbildung nicht einschränken. Vor dem FG Köln wurde einem Kläger, der mit der Auffassung des Finanzamts nicht einverstanden war, dass die Stipendiatszuschüsse auf die Werbungskosten angerechnet werden, Recht gegeben. Die angerechneten Zuschüsse wurden seitens des FG Köln lediglich mit 30 % von den Werbungskosten abgezogen, da diese den Bildungsaufwendungen zuzurechnen waren. Der Restbetrag wurde der privaten Lebensführung zugerechnet und mindert somit nicht die abzugsfähigen Werbungskosten. Ausschließlich, wenn ein Ausgleich von Bildungskosten angestrebt wird, liegt eine Reduzierung der Werbungskosten vor.  Es bleibt ein finales Urteil des Bundesfinanzhofes abzuwarten; bis dahin kann sich an den 70 % orientiert werden, die nicht von den Werbungskosten abgezogen werden müssen. Somit ergibt sich für viele Studenten mit einem Zuschuss durch ein Stipendium ein starker Steuervorteil.

By |2019-03-22T13:25:34+02:0028. März 2019|STEUERERKLÄRUNG|

Vorauszahlung private Krankenversicherung

VORAUSZAHLUNGEN VON VERSICHERUNGSBEITRÄGEN ALS STEUERSPARMODELL Einige Versicherungsbeiträge wirken sich als Sonderausgabe steuermindernd aus. Der Abzug für Beiträge ist jedoch der Höhe nach Begrenzt und wird in vielen Fällen bereits durch die Krankenversicherungsbeiträge ausgeschöpft. Die Beiträge zur Basis Krankenversicherung dürfen aber bis zum 2,5-Fachen des Jahresbeitrages im Voraus gezahlt werden. Somit wirken sich im Folgejahr die bisher über dem Höchstbetrag liegenden sonstigen Versicherungsbeiträge steuermindernd aus. Eine interessante Alternative für alle Privatversicherte, gerade in Zeiten niedriger Guthabenzinsen.

By |2019-03-22T13:21:33+02:0027. März 2019|STEUERGESTALTUNG|

Ehegatten Arbeitsverhältnis

ARBEITSVERTRÄGE ZWISCHEN NAHEN ANGEHÖRIGEN RECHTSSICHER GESTALTEN Die steuerliche Anerkennung von Verträgen zwischen nahen Angehörigen setzt voraus, dass diese fremdüblich sind und tatsächlich auch durchgeführt werden. Der Arbeitsvertrag sollte daher die Art der Tätigkeiten und die festgelegten Arbeitszeiten enthalten. Zudem muss die tatsächliche Durchführung durch Stundenzettel nachgewiesen werden. Sind diese Voraussetzung erfüllt, wird das Ehegatten-Arbeitsverhältnis steuerlich anerkannt und kann sich steuermindernd auswirken.

By |2019-03-22T13:21:19+02:0027. März 2019|STEUERGESTALTUNG|

Aktiengewinne steuerfrei realisieren

UMSCHICHTUNG VON KURSGEWINNEN VON ELTERN AUF IHRE KINDER Spekulationsgewinne unterliegen grundsätzlich der Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % der Kursgewinne. Auf Antrag kann die Versteuerung zum persönlichen Steuersatz erfolgen. Dieser liegt bei den Eltern zumeist über 25 %. Erfolgt die Übertragung der Aktien frühzeitig auf die Kinder, so können diese Gewinne zum Nulltarif vereinnahmt werden. Ein enger zeitlicher Zusammenhang zwischen Schenkung und Verkauf der Wertpapiere sollte nach Möglichkeit verhindert werden, da das Finanzamt andernfalls einen Gestaltungsmissbrauch annehmen könnte.  

By |2019-03-22T13:20:55+02:0026. März 2019|STEUERGESTALTUNG|

Umzugskosten

BERUFLICH VERANLASSTE UMZUGSKOTEN STEUERLICH GELTEND MACHEN Erfolgt ein Umzug aus beruflichen Gründen, können die nachgewiesenen Umzugskosten geltend gemacht werden. Hierunter fallen Beispielsweise die Kosten für die Wohnungsbesichtigung, Transporten des Umzugsgutes, doppelte Mietkosten und die Anschaffung eines Herdes. Alternativ zu den Einzelkosten können als Werbungskosten auch die Umzugskostenpauschalen geltend gemacht werden. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn die tatsächlichen Kosten unterhalb der Pauschalen liegen.

By |2019-03-22T13:21:08+02:0026. März 2019|STEUERERKLÄRUNG|

Betriebsverpachtung

BETRIEBSVERPACHTUNG IM GANZEN ANSTELLE EINER UNTERNEHMENSAUFGABE Bei der Betriebsaufgabe kommt es regelmäßig zu einer Aufdeckung der stillen Reserven und somit zu Steuerbelastung. Eine Lösungsalternative zur Vermeidung dieser Steuerbelastung besteht in der Betriebsverpachtung im Ganzen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Verpächter alle wesentlichen Betriebsgrundlagen verpachtet.

By |2019-03-22T13:20:16+02:0025. März 2019|UNTERNEHMENSNACHFOLGE|

Risiko der Insolvenzanfechtung

REGELN BEIM UMGANG MIT INSOLVENZGEFÄHRDETEN PROBLEMKUNDEN Jedes Unternehmen kann in eine wirtschaftlich schlechte Situation geraten. Angefangen bei einem kurzfristigen Liquiditätsengpass bis hin zu einer strategischen Krise die zu einer Insolvenzeröffnung führt. Gerade bei langjährigen Kunden besteht der Wunsch die Geschäftsbeziehungen auch in schlechten Zeiten fortzuführen, zum Beispiel durch die Vereinbarung langfristiger Zahlungsziele. Dies birgt jedoch ein erhebliches finanzielles Risiko für ihr Unternehmen. Zunächst werden Zahlungsziele nicht eingehalten, dann droht der Forderungsausfall und zuletzt fordert der Insolvenzverwalter bereits gezahlte Gelder wieder zurück. Ein Königsweg existiert leider nicht, schließlich sollen die Geschäftsbeziehungen nicht schon bei kleinen Unregelmäßigkeiten eingestellt werden. Bei vermehrt unpünktlichen Zahlungen sollte allerdings frühzeitig über eine Abbrechung der Geschäftsbeziehungen entschieden werden. Sollen die Geschäfte trotz einer wirtschaftlich schlechten Situation aufrechterhalten werden, sollte Vorauskasse vereinbart werden.

By |2019-03-22T13:20:35+02:0025. März 2019|BUCHFÜHRUNG|

Fast vollständige Praxisveräußerung eines Freiberuflers

„HALBER STEUERSATZ“ AUCH BEI ZURÜCKBEHALTUNG EINIGER MANDANTEN Um in den Genuss des „Halben Steuersatzes“ bei dem Verkauf der eigenen Praxis zu gelangen, ist es erforderlich sämtliche wesentlichen Betriebsgrundlagen zu veräußern. Daneben muss die freiberufliche Tätigkeit beendet werden. Die Zurückbehaltung einer geringen Anzahl eigener Mandanten ist jedoch unschädlich. Die Grenze liegt laut BFH bei 10 % der bisherigen Einnahmen. Sofern diese 10-%-Grenze überschritten wird, existieren weitere Gestaltungsmöglichkeiten um die Steuerbegünstigung nicht zu verlieren, wie etwa eine Tätigkeit für den Erwerber oder einem GmbH-Beteiligungsmodell.

By |2019-03-22T13:19:14+02:0024. März 2019|UNTERNEHMENSNACHFOLGE|

Verkauf Firmenfahrzeug

STEUERBELASTUNG AUS DEM VERKAUF EINES BETRIEBLICHEN PKW´S BALD DEUTLICH REDUZIERT? Bei dem Verkauf eines Firmenfahrzeuges fällt in Differenz zwischen Buchwert und Veräußerungspreis ein steuerpflichtiger Veräußerungsgewinn an. Dies führt in den Fällen, in denen zuvor die Privatnutzung des PKWs versteuert wurde, zu einem steuerlich ungerechten Ergebnis. Ein Steuerzahler kämpft vor dem Bundesgerichtshof darum, dass der Buchwert um die Privatanteile der kumulierten Abschreibungen erhöht wird. Hat die Klage Erfolg, reduziert sich die Steuerbelastung aus dem Verkauf eines betrieblichen PKWs deutlich. Wir empfehlen in vergleichbaren Fällen Einspruch gegen den Steuerbescheid einzulegen und auf die Gerichtsentscheidung zu warten.  

By |2019-03-22T13:20:03+02:0024. März 2019|JAHRESABSCHLUSS|